Stefan Höltken

Managing Director, Logicalis Connected


Stefan Höltken ist Diplom Ingenieur Elektrotechnik (FH) und absolvierte sein Studium an der Hochschule Furtwangen in Baden Württemberg – mit Schwerpunkten in der Nachrichtentechnik, Elektronik, Softwareentwicklung sowie in der Mess  und Prüftechnik. Er verfügt seit 1990 über umfassende Erfahrung in der IT  und Telekommunikationsbranche und hat in diesem Zeitraum zahlreiche Projekte in verschiedenen Industrien erfolgreich begleitet.

Seine Expertise umfasst insbesondere die Telekommunikation – von Beratung und Consulting über Forschung und Entwicklung bis hin zu Field  und Migrationsservices sowie Business Process Outsourcing. Technologisch deckt er ein breites Spektrum ab, darunter Transport  und Switching Hardware (Legacy), Embedded Systems und Mikroprozessoren, Mobilfunktechnologien wie GSM, GSM R, 3G, 4G und 5G, Funk  und optische Netze, IP Netze, TETRA sowie Software Defined Networking. Branchenerfahrung sammelte er in den Sektoren Telekommunikation, Automotive, Fertigungsindustrie und Bahn.

Seit Juli 2010 ist er Geschäftsführer der Logicalis Connected GmbH (vormals siticom). Der Fokus des Unternehmens liegt auf 5G Netzen und Servicestrategien, Cloud Entwicklung und  Infrastruktur, Smart Infrastructure und Breitband sowie auf Network Integration und Transformation.

Logicalis Connected gilt als führend in SDN, Netzwerkautomatisierung, Multi Cloud und 5G; rund 170 Expertinnen und Experten an fünf deutschen Standorten entwickeln komplexe Netzwerklösungen für internationale Kunden wie London Stock Exchange, Deutsche Telekom und Vodafone. Durch die Integration in Logicalis entstand ein Kompetenzzentrum für Next Generation 5G und cloud orchestrierte Netzwerke; damit wurde das Portfolio in Professional und Managed Services deutlich ausgebaut.

best practice

Summary

Von Netzwerk-Regelchaos zur Application Ownership

Wie der Digital Operational Resilience Act der EU den Verantwortungswechsel erzwingt – und wie wir ein System gebaut haben, das funktioniert – mit

  • sauberem Mapping von Firewall-Regeln zu Anwendungen,
  • echten Traffic-Daten statt Bauchgefühl
  • und einem Ansatz, der Beziehungen im Netzwerk als Graph sichtbar und reviewbar macht

In vielen Organisationen werden Firewall-Regeln von Network-Teams angelegt, auf Zuruf von App-Teams implementiert und gelegentlich von der Security überprüft. Doch wenn es um Ownership geht – also die Frage „Wer ist eigentlich verantwortlich dafür, dass diese Regel noch existiert?“ – dann lautet die Antwort oft: niemand.

Und genau dort beginnt das Chaos: Firewalls wachsen über Jahre hinweg zu unübersichtlichen Monstern heran, voll mit Legacy-Regeln, die sich niemand zu löschen traut. Wenn überhaupt, werden Reviews manuell, unregelmäßig und ohne Bezug zum Anwendungskontext durchgeführt.

Wir zeigen an einem Beispiel dieses Chaos auch in komplexen, gewachsenen Multi-Vendor-Umgebungen aufzulösen.